Neujahr auf den Lofoten

Den ersten Januar haben wir wie alle anderen auch gemütlich verbracht. Da auf den Lofoten am ersten Januar die Strassen nicht frei geräumt werden sind wir zu Fuss in Svolvær unterwegs. Ein cooles Städtchen in dem man alles findet das man benötigt. Noch zuhause haben wir eine Orca Tour auf den Vesterålen gebucht. Leider mussten wir schon zwei Termine in der ersten Woche wegen des Wetters verschieben. Die Hoffnung das es noch klappt ist bei mir nicht besonders gross. Während dem Abendessen bekommen wir nochmals eine SMS von Sea Safari Andenes, übermorgen könnte es klappen. Da es eine sehr lange Fahrt bis nach Andenes ist beschliessen wir eine Nacht dort zu schlafen. Das Wetter ist heute Abend auch nicht besonders und damit wir morgen Fit sind gehen wir ausnahmsweise früh ins Bett.

Ja, Nein, Vielleicht

Nach einem Ausgiebigen Frühstück packen wir unsere Taschen und machen uns trotz Regen und Schnee auf den Weg. Da ich mich schon lange darauf freue die Wale zu sehen stört mich das Wetter überhaupt nicht. Ein spannendes Höhrbuch und viel Kaffe verkürzen die Fahrt. Wir wissen von unserem letzten Sommer Besuch das die Landschaft hier beeindruckend ist. Leider bricht die Wolkendecke nur selten auf und die Zuversicht für morgen ist nicht bei allen gleich gross. Als wir Andenes erreichen ist es schon dunkel und ein schöner Sturm hat die Stadt fest im Griff. Die Strassen sind eine einzige Eisbahn und der Weg in das Hotel bezahlen wir mit blauen Flecken.

Nach einer kurzen Pause mit Tee und Kaffe machen wir uns auf die Suche nach einem Restaurant. Viel ist nicht gerade offen und wir nehmen das erste das offen hat. Nach einem leckeren Abendessen sind wir wieder zuversichtlicher und erkunden den Hafen damit wir morgen am richtigen Ort warten. Da der Sturm nicht wirklich nachlässt sind wir aber schnell zurück im Hotel. Wie jeden Abend kontrolliere ich die Aurora Aktivität und was ich sehe freut mich. In den nächsten zwei Stunden soll eine Stärke von KP 4-5 erreicht werden. Trotz Sturm machen Silvia und ich uns bereit und gehen zum Hafen. Wie wenn jemand einen Schalter umgelegt hätte ist der Sturm vorbei und der Himmel klart auf. Unser Nächtlicher Einsatz wird mit einem Nordlicht das um den Leuchtturm tanzt belohnt.

Da das Wetter sich gebessert hat sind wir optimistisch dass wir morgen auf die Safari gehen können. Wir geniessen das Nordlicht noch fast eine Stunde und machen uns dann auf den Weg in unser Hotel. Am Morgen dann die grosse Enttäuschung man sieht kaum das Haus auf der anderen Strassenseite. Wieder zieht ein Schneesturm über Andenes hinweg. Jetzt ist zuerst einmal Zeit für ein Frühstück, wer weiss möglicherweise wird das Wetter ja noch besser. Nach dem Essen machen wir uns auf den Weg zu  Sea Safari Andenes. Noch ist niemand da und wir gehen Entäuscht zurück in unser Zimmer. Wir packen unsere wenige Sachen zusammen und warten noch bis 10.00 Uhr, wenn wir bis dann nichts höhren machen wir uns auf den Heimweg. Um 09:55 klingelt das Handy mit der Nachricht: Abfahrt in einer halben Stunde! Schnell ziehen wir alles an was wir mitgenommen haben.

Was ich schon nicht mehr für möglich gehalten habe wird war, nach einer kurzen Instruktion wie wir uns verhalten sollen geht es los. Die nächsten vier Stunden verbringen wir auf dem Andfjord. Diesen Ausflug werde ich so schnell nicht vergessen, wir haben zwar “nur” einen Orka gesehen. Nur schon die Fahrt war das Geld wert und nach kurzer Zeit können wir sie alle geniessen. Die Berge vom Wasser zu sehen ist wunderschön. Nein von diesem Ausflug gibt es keine Fotos, viel zu Nass und vor allem zu kalt ist es auf dem Zodiac! Dieser Tag lebt in unseren Errinerungen weiter und das ist auch gut so.

Wie angekündigt ist nach vier Stunden schluss denn der nächste Sturm rollt über den Fjord. Der Zeitpunkt ist perfekt denn langsam aber sicher haben wir alle kalte Füsse und freuen uns auf eine warme Suppe.

Nach dem wir uns mit der warmen Suppe und interessanten Gesprächen gestärkt haben machen wir uns auf den langen Weg zurück nach Svolvaer. Zum Glück können wir uns die Fahrt teilen und ich kann ein wenig schlafen so das ich wieder fit bin für die Nacht. Nach gut fünf Stunden kommen wir bei unserem Rorbuer an und ich bin sehr froh das die Vorhersage für die Nordlichter nicht gut ist. Wir alle fallen müde aber glücklich in unsere Betten.

Für mich war am Abend schon klar das ich am nächsten Tag nochmals an den Haukland und Utakleiv beach fahren möchte. Fasziniert von den Kontrasten zwischen Schnee, Eis und Strand sind Grund genug für mich. Kurz nach dem Frühstück machen Silvia und Ich uns auf den Weg und wir werden lange nich mehr nachhause kommen heute aber alles beginnt mit einem wunderschönen aber eiskalten Sonnenaufgang.

Nach ein paar Stunden an den beiden Stränden und einer schönen Wanderung beschliessen wir uns im Auto aufzuwärmen und auf die Nacht zu warten.

Wie so oft können wir unseren Plan nich umsetzten, natürlich warten wir auch hier wieder mehrere Stunden aber leider zeigt sich das Nordlicht nur kurz und für ein schönes Foto viel zu schwach. Wieder einmal machen wir uns Hungrig und Müde auf den Weg nachhause.

Nicht im Traum haben wir uns ausmalen können was wir heute Abend für eine Show zu sehen bekommen. Schon im Auto können wir den leicht grünlichen Nebel wahrnehmen, Anfangs habe ich das Gefühl das es wieder eine kalte Nacht ohne das erhoffte Nordlicht geben wird. Als wir für einen kurzen Stop am Gimsøystraumen das Licht vom Auto ausschalten trauen wir unseren Augen kaum. Der ganze Himmel leuchtet in Grün und Rot und ab jetzt lasse ich meine Fotos sprechen!

Eigentlich wollte ich nur zwei Beiträge zu dieser Reise schreiben aber ob ihr er glaubt oder nicht wir sahen am letzten Tag in Tromsö nach stärkere Nordlichter. Darum gibt es für den letzten Tag einen komplett neuen Bericht.