Serengeti II

Nach einer erholsamen Nacht im Ikoma Tented Camp machen wir uns heute auf die Suche nach Raubkatzen. Vor allem den Geparden möchte ich antreffen. Kurz nach dem Gate sind wir schon wieder mitten in der Gnu Herde, auch heute ist es wieder beeindruckend die Migration so hautnah zu erleben. Wir fahren aber zügig weiter, denn Omari weiss genau, dass ich unbedingt einen Gepard sehen möchte. Natürlich rasen wir nicht einfach durch die Serengeti. Auf unserer Suche sehen wir unzählige Tiere.

Diese kleine Zebra Gruppe hat sich ganz besonders herausgeputzt und ist definitiv eines meiner Lieblings Fotos von dieser Reise. Noch während ich dieses Foto mache, sieht Omari einen Löwen auf einem „Simba Rock“ in der Sonne liegen.

Dieser Löwe ist gute 100 Meter von uns entfernt und macht auch keine Anstalten sich zu bewegen. Wir fahren eine Runde um die Felsen in der Hoffnung, etwas näher ran zu kommen. Das klappt leider nicht und darum fahren wir bald weiter. Nach zwei Stunden erfolgloser Suche haben wir alle Hunger und freuen uns auf ein schattiges Plätzchen um zu essen. Frisch gestärkt machen wir uns weiter auf die Suche und keine fünf Minuten später entdeckt Silvia dieses Gepard Weibchen. Ich kann mein Glück kaum fassen und versuche so ruhig wie möglich meine Fotos zu machen. Nach den ersten Fotos kontrolliere ich die Schärfe auf dem Display und bin leider enttäuscht. Wegen der Wärme flimmert die Luft sehr stark und es ist nicht einfach, ein brauchbares Foto zu bekommen.

Die Fotos werden nicht besser und ich konzentriere mich in erster Linie auf das Beobachten. Was für ein schönes Erlebnis, das ich ganz sicher nicht mehr vergessen werde. Nach einer halben Stunde machen wir uns weiter auf den Weg, wir haben schliesslich noch ein paar Stunden im berühmtesten Nationalpark der Welt. Der nächste Höhepunkt lässt nicht lange auf sich warten und wir haben eine Löwin auf Augenhöhe. Natürlich ist das Licht immer noch nicht viel besser aber da wir bis auf zwei bis drei Meter an das Tier fahren können, ist wenigstens die flimmernde Luft kein Problem.

Nach einer Stunde bei der Löwin machen wir uns auf den Rückweg zum Camp. Auf der zweistündigen Fahrt zurück sehen wir viele Affen, Giraffen und Elefanten. Die Südlichen Grünmeerkatzen zaubern mir bei jeder Begegnung ein Lächeln ins Gesicht.

Der Abend ist perfekt für ein typisches afrikanisches Sonnenuntergangsfoto und so mache ich mich mit der Hilfe eines Angestellten auf die Suche nach dem perfekten Ort. Diesen Ort haben wir nicht gefunden aber ein Foto habe ich trotzdem gemacht, denn besser werden meine Chance wahrscheinlich nicht mehr.

Im nächsten Beitrag besuchen wir die Wiege der Menschheit auf dem Weg zum Ngorongoro Krater.